Österreich Umfrage: Workflows sind DAS Legal AI Zukunftsthema
Auch dieses Jahr wurde im Rahmen des Legal Tech Barometer eine detaillierte Umfrage unter mehr als 200 österreichischen Jurist:innen und Notar:innen durchgeführt.
Bei der Präsentation der Studie betonte die Notariatskammer, dass die Digitalisierung bereits messbare Effekte zeige: Automatisierung von Standardprozessen führt zu mehr Zeit für Beratung und komplexe Fragestellungen.Gleichzeitig weist sie auf Herausforderungen hin, wie die Sicherstellung des Wissenstransfers an Nachwuchskräfte.
Laut Vertreterin der VUJ (Vereinigung österreichischer Unternehmensjurist:innen) fehlten trotz steigender Anforderungen Ressourcen, und der Einstieg in Legal Tech ohne strategische Planung scheitere oft („Tool kaufen reicht nicht“). Daher gewännen Vernetzung und Erfahrungsaustausch an Bedeutung; zugleich werde das zukünftige Berufsbild stark von Digitalisierungskompetenz geprägt sein.
Die Ergebnisse dieser Umfrage unterstreichen diese Aussagen und zeigen klar: Artificial Intelligence ist im juristischen Arbeitsalltag angekommen. Vor allem die Recherche mit AI hat sich durchgesetzt und macht für 81 % der Befragten den größten Anteil ihrer AI-Nutzung aus. Zugleich wird die Ergebnisqualität überwiegend positiv bewertet; nur 5 % beurteilen sie als sehr schlecht oder eher schlecht. Das ist ein starkes Signal. Ebenso klar ist aber: Gute Ergebnisse entbinden nicht von Verantwortung. Denn nur 7 % sagen, dass AI-Outputs nie oder selten korrigiert werden müssen. Das ist aber kein Widerspruch, sondern Ausdruck professioneller Rechtsarbeit: AI schafft Tempo, der Mensch sichert Qualität und Verlässlichkeit.
Ein wesentliches Ergebnis der Umfrage ist der anhaltend hohe Kosten- und Effizienzdruck in Rechtsabteilungen, der als größter Treiber für den Einsatz von Legal Tech identifiziert wurde. Gleichzeitig zeigt sich ein deutlicher Gegensatz: Trotz steigender Anforderungen verfügen 63 % der Organisationen über kein Budget für AI und Innovation, und häufig fehlt es an klaren Zuständigkeiten für das Thema AI.
Die Umfrage zeigt auch, wo noch großes Potenzial liegt. Während Recherche heute etabliert ist, werden Vertragsanalyse und Klauselerstellung bislang nur von 20 % genutzt. Gerade dort kann AI besonders viel Wirkung entfalten, weil sie Arbeitsschritte verbindet und Ergebnisse in den Kontext des konkreten Falls setzt.
Am deutlichsten weist die Umfrage jedoch in Richtung Zukunft: automatisierte Workflows. 20% nutzen sie bereits, 21% sind in der Umsetzung, 40% in der Planung. Gleichzeitig arbeiten heute nur 11 % mit Workflow-Tools, und Standardprozesse bzw. Automatisierung machen derzeit erst 7 % der AI-Nutzung aus. Diese Lücke ist die nächste große Chance. Praxiserfahrungen zeigen, dass die Integration intelligenter Workflows entscheidend ist für Effizienz und Empowerment der Mitarbeitenden. Genau hier setzen die kommenden Protégé AI Workflows von LexisNexis an: Sie helfen dabei, wiederkehrende juristische Abläufe strukturiert, verlässlich und skalierbar zu gestalten: von der Recherche bis zur Analyse, vom Entwurf bis zur Ausführung. Die Zukunft gehört nicht isolierten Prompts, sondern intelligenten, vertrauenswürdigen Workflows.
Hier können Sie die Ergebnisse der großen österreichischen Legal Tech Umfrage 2026 downloaden.