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LexCon 2021: Prof. Katz, Integration BMJ, Evolution der Lexis Briefings® & Lexis 360® Jahresupgrade

Von lexisnexis / 19.10.2021

LexisNexis präsentierte bei der LexCon 2021 das Lexis 360® Jahresupgrade „Sophisticat“

LexisNexis Österreich, ein führender Anbieter intelligenter Rechtsinformation, präsentierte im Rahmen der LexCon 2021 die neuen Tax & Legal Intelligence Highlights. Rund 250 Anwälte, Steuerberater, Partner, sowie Vertreter der Behörden und Justiz zeigten Interesse an der diesmal hybrid stattfindenden LexCon, um bei der Enthüllung der Zukunftspläne des Legal Tech Vorreiters live dabei zu sein. Highlights waren:

In der Eröffnungsrede betonte Susanne Mortimore, CEO von LexisNexis Österreich, dass Innovation kein Selbstzweck ist, sondern LexisNexis-Kunden einen Vorsprung verschaffen soll. „Mit den neuen Funktionalitäten auf Lexis 360® und der Zusammenarbeit mit dem BMJ bringen wir die Digitalisierung des Rechts auf das nächste Level. Legal Intelligence ist die Lösung für die großen Herausforderungen der Branche: Wir verschaffen JuristInnen mehr Kontext und Überblick inmitten steigender rechtlicher Komplexität und mehr Sicherheit bei ständigen Rechtsänderungen. Für Kanzleien und Rechtsabteilungen als auch für die Justiz.

Ein kurze Video-Retrospektive bisheriger LexisNexis‘ Entwicklungen:

Das Programm der LexCon wurde mit einer Grußbotschaft von Justizministerin Zadic eröffnet:

Das Jahresupgrade der Recherchelösung Lexis 360®

Das diesjährige Jahresupgrade der Recherchelösung Lexis 360® heißt „Sophisticat“.

LexisNexis geht mit neuen Funktionalitäten bei Legal Intelligence – der nächsten Evolutionsstufe der Rechtsrecherche – voran. Diese neuen Funktionen sollen dabei helfen den Fokus auf das Wesentliche zu richten, und sind bereits für alle Lexis 360® AbonnentInnen freigeschaltet.

  • Mehr Kontext: Detaillierte Literaturempfehlungen zu von Ihnen markierten Textpassagen.
  • Mehr Sicherheit: Lexis SmartSearch Alerts warnen, wenn ein zitiertes Gesetz novelliert wurde.
  • Mehr erreichen: Die Visualisierungen bieten nun eine Vorschau der verknüpften Inhalte.

Mehr Infos und Screenshots finden Sie hier.

Integration zwischen Justizministerium und LexisNexis

LexisNexis schafft für Lexis 360® Integrationen in Ihre Workflows und Backoffice-Systeme – damit NutzerInnen im Arbeitsalltag nahtlos von Legal & Tax Intelligence profitieren können. So können Dokumente von Lexis 360® bereits direkt in die Kanzleisoftware ADVOKAT exportiert und bei einem beliebigen Akt abgespeichert werden.

LexisNexis hat mit dem Bundesministerium für Justiz gemeinsame Entwicklungsvorhaben gestartet. Tausende RichterInnen, und MitarbeiterInnen des BMJ nutzen Lexis 360® bei ihrer täglichen Arbeit. Diese wird nun unterstützt mit einer ersten vom BMJ und LexisNexis gemeinsam entwickelten Integration: eine Dokumentübernahme aus Lexis 360® direkt in das Aktensystem der Justiz. Eine weitere Funktion ist in Entwicklung. Mag. Christian Gesek, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Justiz, war zu Gast bei der LexCon und präsentierte live auf der Bühne das Projekt Justiz 3.0. „Gemeinsam mit LexisNexis treiben wir die Digitalisierung im Rechtsbereich voran„, so Gesek über die Zusammenarbeit von Justiz und LexisNexis. „Es war eine logische Konsequenz, dass wir die einzigartige Such- und Empfehlungstechnologie von Lexis 360 quasi in einem „Handshake“ mit unserer digitalen Akten- und Verfahrensführung integrieren. Dies soll der Justiz dabei helfen, bei der Recherche schneller die ausschlaggebenden Inhalte zu finden.

Die Evolution der Lexis Briefings®

Auch das 5-Jahre-Jubiläum der Lexis Briefings® wurde gefeiert. Im Jahr 2016 fiel der Startschuss für die Lexis Briefings®, durch die auf Lexis 360® eine neue Kategorie der Rechtsliteratur etabliert wurde. 3.500 wiki-artige Übersichten für Rechtsprofis – das Original, das stetige Aktualisierung und Verlässlichkeit bewiesen hat. Ein nächster Entwicklungssprung wurde angekündigt, der den Nutzen aufs nächste Level heben soll, detaillierte Infos folgen demnächst!

Lexis WhistleComplete, ein Hinweisgebersystem inkl Erstprüfung aller Hinweise

Mit 2022 soll die EU-Whistleblower-Richtlinie in österreichisches Recht umgesetzt sein: Für Unternehmen ab 250 MitarbeiterInnen sowie Gemeinden ab 10.000 EinwohnerInnen ist die Bereitstellung eines internen Meldekanals bereits mit 2022 zwingend. Ziel der Richtlinie ist es, Verstöße aufzudecken und Unternehmen die Chance zu geben, rechtzeitig auf internes Fehlverhalten zu reagieren und öffentliche Skandale zu vermeiden.

LexisNexis hat in einem intensiven Prozess gemeinsam mit den ExpertInnen von .LOUPE und Baker McKenzie einen digitalen internen Meldekanal als anonymes Full-Service-Hinweisgebersystem entwickelt: Lexis WhistleComplete.

Die Besonderheit: es umfasst eine externe, neutrale Bewertung aller eingehenden Hinweise und die anwaltliche Handlungsempfehlung in kritischen Fällen. Mit der Auslagerung der inhaltlichen Bearbeitung erreichen Unternehmen und Gemeinden die sichere, rechtskonforme Aufklärung aller Hinweise bei reduziertem Risiko und Aufwand. Es ist schnell und einfach eingerichtet, benötigt keine Programmierung oder System-Einbindung und bietet einen fertig definierten Bearbeitungsprozess.

Neue Inhalte

Weiters wurden inhaltliche Highlights für 2022 angekündigt.

Impulsvortrag von Legaltech-Vordenker Prof. Daniel Katz

Stargast war Legal Tech Vordenker Prof. Daniel Katz. Er zählt zu den Fastcase 50, „the smartest, most courageous innovators, techies, visionaries, and leaders in the law“. Sein Vortrag war ein Plädoyer, die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, um Branchen-Herausforderungen wie die stetig steigende rechtliche Komplexität zu bewältigen.

Er eröffnete mit einer Retrospektive: Legaltech war früher ein Nischenthema für Enthusiasten, doch die Entwicklung der letzten zehn Jahre machte Legaltech marktreif. Angetrieben durch die Finanzkrise entstanden weltweit 2.000 Legaltech-Startups, das Geschäftsmodell von Kanzleien wurde hinterfragt, verändert und erweitert. Rechtsabteilungen sahen exponentielles Wachstum, vor allem bei Legal Operations, was in den USA bereits ein eigenes Berufsfeld bei Unternehmensjuristen ist (Ressourcen- und Technologiemanagement; strategische Planung der Aufgaben, angelehnt an Unternehmensziele). Kanzleien gründeten Tech Inkubatoren und gingen sogar an die Börse.

Während der letzten Dekade ist rechtliche Komplexität enorm gestiegen. Prof. Katz argumentierte, dass der bisherige Lösungsweg, für Spezialprobleme hochbezahlte Spezialisten anzuheuern nicht mehr funktionieren würde, und daher eine Produktivitätsrevolution notwendig sei. Rechtsabteilungen hätten darauf mit Insourcing und einer Neuaufstellung der Rechtsberatung reagiert.

Höhere Produktivität und die Orientierung bei steigender Komplexität, wird die Hilfe von Technologie benötigen. Diese neue Art der technologiegestützten Rechtsberatung soll vor allem in der Ausbildung den Anfang nehmen, denn er prognostiziert, dass JuristInnen der Zukunft andere Fähigkeiten brauchen werden. Er prognostizierte den T-shaped Lawyer, der sowohl über breites interdisziplinäres Wissen als auch über tiefes Fachwissen verfügt: rechtliche Expertise inklusive Projektmanagement und Technologie. Er plädierte abschließend dafür, dass wir nun die Chance haben, die Rechtsbranche gemeinsam zu verändern und zu verbessern, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Ausklang

Zum Ende wurden im Rahmen einer Produktpräsentation alle neuen Funktionalitäten und Produkte vorgeführt. Das Publikum, welches die LexCon im Palais Wertheim vor Ort mitverfolgte, konnte Corona-sicher den Abend mit Netzwerken ausklingen lassen.