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Umfrage: Covid-19 befeuert Digitalisierung & New Work in der Rechtsbranche

Von lexisnexis / 15.09.2020

LexisNexis führte gemeinsam mit Advokat und Future Law eine Umfrage zu Covid-19 in österr. Kanzleien durch. Fast 50% der Kanzleien sehen Herausforderungen bei Digitalisierung.

Mehr als 180 Mitarbeiter*innen aus österreichischen Anwaltskanzleien haben an der Umfrage teilgenommen. Mehr als 50% der Kanzleien spüren die Auswirkungen der Covid19 Epidemie intensiv bzw. sehr intensiv. 24% bzw. 26% sehen eine erhöhte Nachfrage bei Insolvenzrecht bzw. Arbeitsrecht.

Mehr als 80% erwarten eine vermehrte Nutzung von Legal Tech Tools. Laut 70% wird aufgrund von Homeoffice die Nutzung von Recherchelösungen und Legal Analytics Tools zunehmen. Mehr als die Hälfte hat seit 2018 Digitalisierungs- bzw Legal Tech Projekte oder Tools umgesetzt und ein Drittel plant weitere Umsetzungsschritte bzw. Projekte.  Susanne Mortimore, CEO LexisNexis Österreich: „Wir sehen uns in unserem Weg bestätigt, bei Digitalisierung und Legal Intelligence voranzugehen. Ohne unsere Recherchelösung Lexis 360 mit all der Zeitersparnis durch die vorausdenkende Suche oder intelligente Empfehlungen wären wir selbst und unsere Autorinnen nicht so gut in der Lage gewesen, die Corona-Gesetzesflut für die Rechtsbranche aufzuarbeiten. Es zeigt klar: Technologie ist gefordert, um das Suchen und Nachlesen radikal zu reduzieren, weil Juristen schneller finden und mehr gestalten wollen und müssen.

Bei ungefähr 40% der Befragten wird ein Teil der Belegschaft in Zukunft dauerhaft Homeoffice nutzen.  Ungefähr 30% erleben im Homeoffice allerdings Schwierigkeiten bei Führungsaufgaben und organisatorischen Aufgaben. Vor allem fehlende soziale Kontakte und schlechtere Trennung von Beruf und Familie wurden als Auswirkungen angeführt. Ein Drittel vermutet verminderte Karrierechance durch Homeoffice, zwei Drittel sehen keine Auswirkungen.

Susanne Mortimore zum Hintergrund der Umfrage: „Wir sehen schon länger, dass sich die Branche im Wandel befindet. Der Grund ist die Digitalisierung. Und da wir Teil der rechtsstaatlichen Infrastruktur sind, sitzen wir mit Juristen gemeinsam in einem Boot, und sehen es als unsere Aufgabe der Branche Orientierung zu geben. Das machen wir einerseits mit Whitepaper aber auch mit Umfragen. Der Durchschnitt unseres gemeinsamen Wissens zeigt klarer wo wir als Branche hingehen als einzelne Expertenmeinungen. Und da war es natürlich naheliegend, unsere Orientierungsumfragen auch für Corona zu nutzen.“

Die Umfrage zeigt, wie heterogen die Branche ist und, dass die Covid-19 Krise ganz unterschiedlich erlebt wird. Ob Home Office der große Trend in der Juristerei wird, wird die Zukunft zeigen. Abschließend Susanne Mortimore: „Wir sehen, dass flexibleres Arbeiten endgültig angekommen und machbar ist, aber auch welch wichtige Stütze die Rechtsbranche für die Wirtschaft ist.“